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Nobody is perfect

schnelle Flatrate gebucht, Internet trotzdem langsam?

Flatrate und Highspeed


Superschneller Webseitenaufbau, kurze Downloadzeiten, surfen mit Flatrate. Die Zeiten mit Analogmodem oder ISDN sind schon fast vergessen, aber dennoch kann sich diese Surferidylle schnell mal in Luft auflösen. Nämlich genau dann, wenn bestimmte Teile oder ganze Internetseiten einfach nicht oder nur sehr schwer erreichbar sind, dann könnte der MTU Wert nicht ganz unschuldig sein - und das trotz Quadcore Highendrechner mit 8 GB RAM ...

Mögliche Ursachen hierfür kann u.a.** ein schlecht konfiguriertes Netzwerk sein.

>> Die Seite kann nicht angezeigt werden <<

Diese Fehlermeldung hat bestimmt schon jeder mal zu Gesicht bekommen. Wenn nämlich bis auf einige wenige Ausnahmen sämtliche Seiten funktionieren oder der Browser nur bestimmte Elemente auf manchen Websites nicht lädt, dann deutet das eventuell auf einen schlecht abgestimmten MTU-Wert der Gegenstelle hin.

ping Befehl

Maximal zulässiges Gesamtgewicht für den Datentransport

MTU hat mit dem Reglement des Datenverkehrs zu tun. Der MTU-Wert (Maximum Transfer Unit) definiert dabei die höchste Zahl an Bytes fest, die ein Datenpaket im Netzwerk betragen darf. Verglichen mit einem Lastwagen zeigt der MTU-Wert das höchste zulässige Gesamtgewicht des Fahrzeugs an. Kommt das Paket darüber, darf es bestimmt Routen nicht mehr benutzen.
Gewöhnliche Ethernet-Netzwerke begnügen sich mit einem MTU Wert von 1500. Da das Point-to-Point Internet-Protokoll bei DSL mittels Ethernet übertragen wird (PPPoE), muss dessen MTU an das Ethernet angeglichen sein. Die 1500 verfügbaren Bytes teilt sich das Point-to-Point-Protocol mit dem acht Byte großen IP-Header. Für den Rest bleiben 1492 Bytes übrig. Dieser Wert sollte jedem etwas sagen, der schon einmal mit MTU-Einstellungen zu tun hatte - 1492 ist der Standardwert für PPPoE-Verbindungen, und gleichzeitig die bestmögliche Einstellung für die meisten DSL-Internetzugänge.


Den momentanen MTU-Wert ermitteln - mit Boardmitteln

Der MTU-Wert einer Verbindung ist mit dem Ping Befehl einfach zu ermitteln. Dazu muss er in der Eingabeaufforderung mit einigen Parametern eingegeben werden, und zwar wie folgt: "ping www.fensterlos.de -f -l 1492". Der Parameter -f verbietet dabei dem Empfänger, das Paket zu zerlegen, während -l die Größe des Paketes festlegt - diese ist in dem Beispiel auf 1464 Bytes (+28) gesetzt.


erweiterter Ping

Man verkleinert den Wert schrittweise nun so lange, bis das DOS Fenster den Hinweis "Paket müsste fragmentiert werden" nicht mehr anzeigt. Zu dem eingegebenen Wert addiert man einen IP-Header von 28 Bytes, und erhält dann den maximalen MTU-Wert der Verbindung. Im Bild beträgt dieser beispielsweise 1438 + 28 = 1466.


Diesen Wert kann man händisch in die Window XP Registry eintragen. Hier muss unter dem Eintrag des Netzwerkadapters im Verzeichnis HKEY_LOCAL_MACHINE\ SYSTEM\CurrentControlSet\Services\Tcpip\Parameters\Interfaces der Eintrag "MTU" als DWORD-Wert mit der gewünschten Zahl gesetzt werden; den richtigen Adapter erkennt man an der lokal vergebenen IP-Adresse.

Für einzelne Internet-PCs ist an dieser Stelle die Arbeit getan. Läuft der Internet-Anschluss jedoch über einen Router, hängt es von dem jeweiligen Gerät ab, wie der MTU-Wert eingestellt werden muss. Bei einigen Routern müssen die Clients einzeln mit dem passenden MTU-Wert bestückt werden, in der Regel ist das 1492. Dann nehmen allerdings alle IP-Pakete im LAN diesen Wert an, obwohl sie 1500 Bytes haben könnten. Einfacher geht es mit dem TCP/IP Analyzer von www.speedguide.net. Die Website zeigt den MTU-Wert an erster Stelle in der Tabelle an, der IP-Header ist schon mit eingerechnet. Ob man diesen Wert nun erhöhen oder verkleinern sollten, hängt von der Situation ab: Hat man bereits Probleme mit dem Laden einiger Seiten, schafft ein kleinerer Wert Abhilfe. Läuft die Internet-Verbindung bisher wie geschmiert, bringt ein größerer MTU-Wert noch ein wenig mehr Leistung.

Für einen einzelnen Internet PC ist an dieser Stelle die Arbeit getan. Läuft der Internetanschluss jedoch über einen Router, dann hängt es vom jeweiligen Gerät ab, wie der MTU-Wert eingestellt werden muss. Bei einigen Routern müssen die Clients einzeln mit dem passenden MTU-Wert bestückt werden, in der Regel ist das 1492. Dann nehmen allerdings alle IP-Pakete im LAN diesen Wert an, obwohl sie 1500 Bytes haben könnten.

Grundsätzlich gilt: Je höher der MTU-Wert, desto besser der Datendurchsatz. Viele DSL-User nutzen die volle MTU, die ihr Provider bietet nicht aus. Eine höhere MTU bringt zwar nur geringfügig mehr Leistung, aber es geht auch ums Prinzip: Warum nicht das nutzen, wofür man ja schließlich bezahlt? Ein Hemmschuh ist da der DSL-Treiber von Windows XP: Er lässt einen MTU-Wert von höchstens 1480 zu. Diese Beschränkung lässt sich leicht ändern: Der raspppoe-Treiber erlaubt volle 1492 Bytes pro Paket und ist schnell installiert. Wenn aber Provider oder Gegenstelle nicht mitspielen und die Zufahrt verbauen, kann auch raspppoe keine Wunder bewirken. Trotzdem lohnt sich die Installation des Treibers, denn die Veränderung des MTU-Wertes ist damit viel einfacher als mit der Windows-Registry.


Freenet und Arcor backen andere Brötchen

Warum es überhaupt nötig ist, den MTU-Wert niedriger als das Optimum zu setzen, erklärt sich aus der Netzwerk-Topologie. Ein mit ISP-Gate arbeitender Provider muss die IP-Header mit den genauen Daten des Tunnelingverlaufs versehen - das bedeutet bei gleichbleibender zulässiger Gesamtgröße des Pakets in den einzelnen Backbones ein kleineres, weiterzureichendes Paket.

Freenet z.B. gibt einen Wert von 1454 als optimale MTU an. Das optimale IP-Paket im Arcor-Netz ( jetzt Vodafone ) soll 1488 Byte groß sein. Hierbei orientiert sich Arcor offensichtlich an den ATM-Verteilernetzwerken: 1488 ist ein ganzahliges Vielfaches der Nutzlast einer ATM-Zellen (48 Byte). Somit lässt sich ein IP-Paket in genau 31 ATM-Zellen transportieren; und das scheint ein guter Kompromiss zwischen bestmöglicher MTU und Backbone-Besonderheiten zu sein.